Ausstellung: terra incognita

Hüte und Fotografien - Carlotte Scheffel und Jurai Lipták

Die Weihenstephaner Floralkünstlerin Heike Behrends installiert Agavenblätter, die während der Ausstellung mehrere ästhetische Zustandsformen einnehmen. Es entsteht somit ein 'work in progress'.

Charlotte Scheffel, eine Objektkünstlerin, inszeniert in einem weißen Raum ihre Hutcreationen, die mit Fotografien von Juraj Liptak in Korrespondenz treten. 

Die formal strengen, sehr reduzierten, oft an architektonische Gebilde erinnernden Terrakotten von Martina Sigmund-Servetti runden die Werkschau ab.

[Impressionen]
[Presseresonanz]

15.3. bis 20.4.2003


zu: Impressionen

Impressionen

Heike Behrends

Installation mit Agavenblättern

 

(Foto: Klaus Ditté)

Heike Behrends, Installation mit Agavenblättern


Charlotte Scheffel, Hüte - interaktive Installation

Charlotte Scheffel

Hüte
interaktive Installation

 

(Foto: Klaus Ditté)


Charlotte Scheffel und Jurai Liptak

Hut-Kreation

Hüte - Charlotte Scheffel, Foto: Jurai Liptak


zur Presseresonanz


terra_presse

Presseresonanz

Heilbronner Stimme
10. April 2003

"Terra incognita" heißt die erste von vier 2003 geplanten Ausstellungen der Galerie B 27 Offenau mit Werken von Heike Behrends, Martina Sigmund-Servetti, Charlotte Scheffel und Jurai Lipták

Etwas verstört sind die Besucher zunächst, wenn sie den Raum mit der Floralinstallation von Heike Behrends betreten. Denn dort, wo man Pflanzen normalerweise vermutet, nämlich auf dem Boden, ist lediglich Sand. 

Terrakotten von Martina Sigmund-Servetti, Foto: Klaus Schaeffer
Die Pflanzen, in diesem Fall abgeschnittene Agavenblätter, hängen im ganzen Raum verteilt mit der Spitze nach unten. Sie wirken "wie Damoklesschwerter", wie ein Besucher bemerkte. Dergestalt aus dem natürlichen Kontext genommen, sollen sie nachdenklich machen über unseren Umgang mit der Natur. 

Im zweiten Raum erwartet die Besucher eine weiß gedeckte Tafel mit jeweils einer Bank auf jeder Seite. In Kopfhöhe hängen fantasievoll gefertigte Hüte. Nur die Menschen darunter fehlen noch. Eine interaktive Installation: 

Viele Besucher und Besucherinnen fühlen sich von den freien Hut-Plätzen eingeladen, unter den filigranen Filz-Gebilden Platz zu nehmen und sich einen Moment zu verkleiden, in eine neue Identität zu schlüpfen. Aus Terra incognita wird Neuland. 

Juraj Lipták hat die Künstlerin beim anprobieren ihrer Hut-Kreationen fotografiert. Die dabei entstandenen Schwarzweiß-Fotos sind ebenfalls in der Galerie B 27 zu sehen. 

Meditative Stille geht vom dritten Raum, in dem Martina Sigmund-Servetti ihre Tonskulpturen aufgestellt hat, aus. Deren Formen stehen in merkwürdigem Gegensatz zu dem Material, aus dem sie gefertigt sind. Scharfe Kanten und Variationen über einfache geometrische Formen wie Kubus oder Kreis kontrastieren mit dem erdigen, organischen Material.


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