Ausstellung: Tat Ort |
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Ausstellende Künstler: Robert L. Jones |
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16.9. - 28.10.2001 |
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Presseresonanz |
Heilbronner Stimme |
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| Mit "Tat Ort" ist die jüngste Ausstellung der Offenauer "Produzentengalerie B 27" überschrieben. Drei grundverschiedene Ansätze zur Fotografie zeigen darin die Künstler Annegret Wilhelm, Rainer Zimmermann und Robert L. Jones. Sie überzeugten das zahlreich erschienene Eröffnungspublikum. | ![]() |
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Die Einführung in die Arbeiten hatte Klaus Schaeffer von der
Heilbronner Fotografengruppe "Reflexion" übernommen.
Auch die Galerie-Mitglieder hatten im Vorfeld darüber diskutiert, die Eröffnung abzusagen. Die tragischen Ereignisse in den USA spielten bei der Vernissage in besonderer Weise eine Rolle. Nicht nur, dass die Bilder von Fotograf Robert L. Jones seine amerikanische Heimat thematisieren. Er selbst ist im Moment als Reservist zu einer schon länger angesagten Übung in die Arrny eingerückt. Sein Werk zeigt zwei verschiedene Ansätze. Zum einen sind es schwarz-weiß aufgenommene verlassene Getreidesilos, die er als concrete cathedrals (Kathedralen aus Beton) präsentiert. Sie wirken durch die gewählte Perspektive noch monumentaler. Seine farbigen Bilder zeigen Menschen, wie sie in der Vielfalt des amerikanischen Kontinents anzutreffen sind. |
Wesentlich persönlicher ist die Motivation, die hinter den Aufnahmen
und der Installation von Annegret Wilhelm steckt. Sie hat Dinge, die ihr
wichtig erschienen, in Einmachgläsern gesammelt.
Aus diesen Erinnerungen hat sie mit Hilfe von Polaroidfotos ein Bilderbuch erstellt. Sternförmig angeordnet finden sich in einem Kubus zwölf miteinander verbundene Acrylblätter, die auf jeder Seite mit einem Bild beklebt sind. Sie stellen die zeitliche Abfolge von zwölf Monden dar. Dieser Zyklus findet sich dann noch einmal an der Wand aufgeklebt auf dicke Acrylplatten. Erst mit Hilfe der digitalen Fotografie ließ sich der Ansatz von Rainer Zimmermann verwirklichen. Er stellt seinen Doppelbildern, die Masken des Lindenmuseums in absichtlicher Unschärfe zeigen, Zitate aus Ludwig Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus" gegenüber. Damit will er den Betrachter mit Urängsten konfrontieren. |
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Presseresonanz |
Heilbronner Stimme |
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| Die Offenauer Produzentengalerie B 27 zeigt vom 16. September bis zum 28. Oktober fotografische arbeiten von Robert L. Jones, Annegret Wilhelm und Rainer Zimmermann. "Tat Ort" heißt die Ausstellung, bei der der Amerikaner Jones "Fotografien aus der neuen Welt" zeigt. | ![]() |
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Die
Fellbacherin Annegret Wilhelm steuert Fotoinstallationen "Ein Jahr
mit 24 Monden" bei.
Der Stuttgarter Zimmermann präsentiert Arbeiten zum Thema "Die Sachlage im logischen Raum". Dabei werden in 16 Blättern Fotografien Zitaten von Ludwig Wittgenstein aus dem "Tractatus logico-philosophicus" gegenübergestellt.
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Heilbronner Stimme |
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Die
Wirklichkeit und die Zeit sind fragile Gebilde. Besonders, wenn bildende
Künstler sich mit ihnen beschäftigen, insbesondere Fotografen. Robert
L. Jones, Annegret Wilhelm und Rainer Zimmermann haben diesen Versuch
unternommen. Die Ergebnisse sind derzeit in der Produzentengalerie an
der B 27 in Offenau zu sehen.
Robert L. Jones zeigt farbige Nahaufnahmen aus dem Alltag der Menschen in den USA. Und steht mit diesen Bildern in einer großen amerikanischen Tradition der dokumentarischen Fotografie. Ein eigener Raum ist Jones' Serie ,,Concrete Cathedrals", also Kathedralen aus Beton, vorbehalten. |
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Auf relativ kleinen Formaten hat der Fotograf ehemalige Kornspeicher im mittleren Westen der USA abgelichtet. Raffinierte Perspektiven, nach hinten fallende Linien lassen tatsächlich das Gefühl aufkommen, man habe es mit Kathedralen zu tun. Doch sind diese Kathedralen aus kaltem Beton, ohne Fenster oder Schmuck - reine Funktionsbauten zum Geldverdienen. Weitaus verschlüsselter ist der Bilderzyklus von Annegret Wilhelm: ,,Ein Jahr mit 24 Monden". Auf quadratische Acrylglasscheiben hat die Künstlerin jeweils eine Polaroidaufnahme aufgebracht. Und alle Polaroidaufnahmen folgen einem strengen, beinahe mantrahaft wiederholten Aufbaukonzept: in Einmachgläsern werden Dinge aufbewahrt, die Tage ihres Lebens beschreiben. Die Gläser werden stets aus dem gleichen Abstand und senkrecht von oben nach unten fotografiert. Diese Gegenstände und Gläser, in denen man Vergängliches konserviert, werden zu melancholischen Symbolen für die Zeit. |
Eine
sehr abstrakte und philosophische Auseinandersetzung mit Bild und
Wirklichkeit zeigt Rainer Zimmermann mit seinem Zyklus ,,Die Sachlage im
logischen Raum". Der Künstler hat im Stuttgarter Lindenmuseum
Masken fotografiert. Doch diesen Fotografien hat er den Nimbus des
Dokumentarischen genommen, indem er die Aufnahmen stark verwackelt hat.
Jeweils zwei Aufnahmen hat er im Computer übereinander gestellt und zu
einem Bild zusammengefasst.
Unter jedem Bild steht ein Zitat aus Ludwig Wittgensteins ,,Tractatus logico-philosophicus". Doch stellen weder die Bilder zum Text noch der Text zu den Bildern irgendeine Verbindung her. Logos und Mythos sind existent, doch ob oder wie sie jemals zusammenfinden werden, bleibt fraglich. |
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moderne Kunst |
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Malerei + Plastik + Grafik + Fotografie + neue Medien |
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Telefon: 0179 - 2030857 |
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web:www.produzentengalerieb27.de / eMail: [stefan@aritzona.de] |
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Öffnungszeiten: Während der Ausstellungszeiten sonntags 14 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung |
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